Tulpen

Eine Tulpe

Tulpen bringen bereits im Januar trotz der noch niedrigen Temperaturen die ersten langersehnten Frühlingsgefühle nach Hause! Nach dem tristen Wetter des Winters erfreuen wir uns alle an den unterschiedlich bunten und kräftigen Farben, die Tulpen mit einer Leichtigkeit mit sich bringen. Deshalb sind Schnittblumen und insbesondere Tulpen in der Vase die perfekte Frühlings-Dekoration für die eigenen vier Wände und dürfen auf keinen Fall fehlen! 


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„Die Kunden freuen sich jedes Jahr aufs Neue über den Frühjahrsboten - wir übrigens auch! Beliebt sind schön aufgebundene Tulpen von schlicht weiß mit ein bisschen Eukalyptus bis hin zu knallig bunt.

Fleurop-Partnerflorist Gerd Cordes


Die Herkunft

Auch wenn Tulpen von den meisten Menschen vor allem mit den Niederlanden in Verbindung gebracht werden, stammen sie ursprünglich aus den Hochgebirgszügen Zentralasiens. Das Klima dort bietet ideale Bedingungen für die Blumen, die es gerne sonnig haben, jedoch weder Hitze noch zu viel Feuchtigkeit mögen. Im 16. Jahrhundert gelangten die ersten Tulpenzwiebeln über die Türkei und Österreich in die Niederlande, wo schnell ein hochspekulativer Handel einsetzte. Sorten mit gefederten oder geflammten Blüten in kontrastierenden Farben sorgten dafür, dass man zu Beginn des Jahres 1637 für eine einzige Tulpenzwiebel ein ganzes Grachtenhaus in Amsterdam bekam! Später, nachdem die Spekulationsblase mit einem großen Knall geplatzt war, machten sich die Niederländer in ganz Europa einen Namen als Züchter und Lieferanten von Tulpen – und halten diesen guten Ruf bis heute aufrecht.

Vielfalt

Bei Tulpen handelt es sich um eine Pflanzengattung, die zur Familie der Liliengewächse gehört. Weltweit existieren über 150 Arten und mehr als 4.000 verschiedene Sorten des faszinierenden Zwiebelblühers. Wichtigste Unterscheidungsmerkmale sind die Blütezeit, die Wuchshöhe, die Blütenform sowie die Blütenfarbe. Wer extravagante Blumen mag, kann sich beim Floristen zum Beispiel für bunte Papageientulpen mit gewellten oder fransigen Blütenblättern entscheiden, die optisch an ein Gefieder erinnern. Edler wirken Französische Tulpen, deren Stiele wie bei allen Tulpen in der Vase weiterwachsen und eine Länge von bis zu 90 Zentimetern erreichen können. Sie gelten als besonders langlebig, sind allerdings im Vergleich mit anderen Arten auch etwas teurer. Optisch sehr reizvoll sind zudem Lilienartige Tulpen: Bei ihnen laufen die Blütenblätter spitz zu und öffnen sich sternförmig.

Hauptblütezeit

Bereits im März wachsen in unseren Gärten die ersten Tulpen, wobei es sich meist um kleinere, aber sehr farbintensiv leuchtende Wildarten handelt. Die Hauptblütezeit ist offiziell im April. Arten mit gefüllten oder großen Blüten benötigen in der Regel einige Wochen länger, bis sie sich vollständig entwickelt haben – manche blühen sogar erst im Mai oder Anfang Juni. 

Solltet Ihr es im vergangenen Herbst verpasst haben, Tulpenzwiebeln einzugraben, könnt Ihr im März noch problemlos vorgezogene Pflanzen im Fachhandel kaufen und in Eurem Garten kultivieren. Am besten gedeihen die Blumen an einem vollsonnigen Standort in durchlässiger, nicht zu feuchter Erde. Die Pflanzlöcher müssen mindestens doppelt so tief sein, wie die Zwiebeln hoch sind, damit die Tulpen auch bei starkem Wind einen festen Halt haben. Bei einem lehmigen Boden kann man die Pflanzlöcher mit grobem Sand auflockern. Ein Frostschutz aus Rindenmulch schadet ebenfalls nicht. Damit die Zwiebeln nicht von Wühlmäusen zerfressen werden, setzt man sie am besten in engmaschigen Drahtkörben in die Löcher.


Pflege für Tulpen in der Vase - so halten Eure Tulpen länger:

Tulpen werden gerade angeschnitten

1. Gerade anschneiden

Zunächst gilt das, was für alle Schnittblumen gilt: Schneidet die Stiele mit einem scharfen Messer an. Doch warum sollte man Tulpen gerade anschneiden und nicht schräg? Bei Tulpenstielen gibt es eine Besonderheit: Man schneidet sie gerade an, damit die Tulpen in der Vase nicht zu viel Wasser aufnehmen. So verhindert man, dass sie stark weiterwachsen. Wiederholt dies im besten Fall alle 2-3 Tage und schneidet eventuelle braune Stielenden ab. Dies beugt Fäulnis vor und verbessert die Nährstoffaufnahme.

Wichtig: Verwendet zum Anschneiden bitte ein scharfes Messer und keine Schere, denn diese kann die empfindlichen Tulpenstiele quetschen, sodass sowohl Wasser als auch Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden können.


die richtige Menge Vasenwasser

2. Wenig und kühles Wasser in der Vase

Stellt Eure Tulpen dann in eine saubere Vase mit frischem, kühlem Wasser. Wenn die Vase nicht gründlich gereinigt ist und noch leichte Verschmutzungen aufweist, ist dies der perfekte Lebensraum für Bakterien und die Tulpen werden schneller welk. Das kühle Wasser verlängert die Lebensdauer der Tulpen zusätzlich und hält sie frisch, während warmes Wasser eher dafür sorgt, dass die knackigen Stiele aufweichen. Füllt in die Vase am besten nur wenig Wasser (2–3 cm) und entfernt die unteren Blätter, denn ansonsten könnten die schönen Tulpen anfangen zu faulen.

Aber Achtung: Tulpen sind durstig. Kontrolliert also regelmäßig, ob sich noch ausreichend Wasser in der Vase befindet und wechselt es im Idealfall jeden zweiten Tag einmal komplett.

TIPP: Ein Spritzer Zitronensaft im Blumenwasser verlängert die Haltbarkeit Eurer Tulpen – und das auch noch ganz ohne chemische Zusatzstoffe! Woran das liegt? Zitronensäure wirkt antibakteriell, beugt also der Bakterienbildung und dem Faulen der Tulpenstiele vor. Die Zitronensäure senkt den pH-Wert und das enthaltene Vitamin C wirkt konservierend.

Rosa Tulpen arrangiert in einer Vase

3. Die richtige Vase für den Tulpenstrauß

Bei der Tulpenpflege will auch die Vasenform passend gewählt sein: Da Tulpen dafür bekannt sind, stark zu wachsen, eignen sich vor allem hohe und schmale Vasen. So unterstützt sie die Stiele.

Frau hält einen Strauß mit Rosa Tulpen

4. Der richtige Standort für Tulpen als Schnittblumen

Am liebsten stehen Tulpen an einem kühlen Standort ohne Zugluft und ohne direkte Sonnenstrahlung.

Bei zu warmen Temperaturen schießen die Tulpen in die Höhe, was ihre Haltbarkeit verkürzt. Damit die Tulpen noch länger halten, könnt Ihr sie am besten in der Nacht in einen kühlen Raum stellen oder auch nach draußen. Achtet dabei aber darauf, dass euer Tulpenstrauß dort vor Frost geschützt ist.

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Die Tulpen sind stark gewachsen, hängen über den Rand oder sind schlapp?

So macht Ihr die Tulpen wieder frisch:

Schneidet die Stiele erneut gerade an, wickelt die Tulpen dann eng in Zeitungspapier ein und stellt sie für ca. eine Stunde in frisches Wasser. Danach sollten sie sich wieder gefangen und aufgerichtet haben.

Irrtümer bei der Tulpenpflege

Eine Kupfermünze im Blumenwasser soll die Lebensdauer der Tulpen verlängern, denn Kupfer wirkt antibakteriell und tötet Pilze ab. Hierbei handelt es sich also tatsächlich um keinen Irrtum. Einen Haken gibt es allerdings trotzdem: Es dauert einige Zeit, bis Kupfer seine Wirkung entfaltet. Während der kurzen „Lebensdauer“ der Tulpen können Münzen nicht ausreichend Kupfer abgeben, um der Bakterienbildung vorzubeugen und Pilze abzutöten. Sie wirken sich dementsprechend leider nicht positiv auf die Haltbarkeit Eurer Tulpen aus. Also: Spart besser Euer Geld und füttert mit Euren Centstücken doch lieber Euer Sparschwein.

Ein anderer weit verbreiteter Tipp ist, ein wenig Zucker ins Vasenwasser zu geben, um die Lebensdauer von Schnittblumen zu verlängern. Es heißt, dass Zucker Nährstoffe für Blumen biete und selbst das Frischhaltemittel der Fachgeschäfte Zucker enthalte. Aber auch hier gibt es einen Haken: Zucker ist nämlich der perfekte Nährboden für Bakterien, die zum schnellen Verwelken der Schnittblumen führen können. Zucker kann also eher die Haltbarkeit von Tulpen verkürzen statt zu verlängern. Aus diesem Grund sind die Frischhaltemittel aus den Fachgeschäften auch mit antibakteriellen Substanzen versehen. 

Unsere Empfehlung lautet daher: Nutzt lieber eine gut gereinigte Vase und fügt dem frischen Wasser Frischhaltemittel hinzu. Damit verlängert Ihr verlässlich die Haltbarkeit Eurer Tulpen!

Aspirin im Blumenwasser hält Schnittblumen länger frisch? Ihr könnt es Euch sicherlich schon denken: Das stimmt nicht ganz! 

Ein Bestandteil von Aspirin ist Acetylsalicylsäure, besser bekannt als Weidensäure, die man unter anderem auch in kleinen Mengen in verschiedenen Pflanzenarten finden kann. Diese soll eine Schutzfunktion haben und einer Bakterienbildung entgegenwirken. Außerdem sollen die Inhaltsstoffe von Aspirin den pH-Wert des Blumenwassers senken. Das soll ebenfalls dazu führen, dass weniger Bakterien entstehen und die Blumen länger haltbar sind. Dem Blumenwasser ein wenig Aspirin zuzufügen, klingt somit doch gar nicht so schlecht. 

Allerdings bildet die Dosierung ein Problem: Zu viel Aspirin kann nämlich sogar zum Gegenteil führen und die Tulpen verwelken schneller, sodass hier gilt: „weniger ist mehr“.

Der letzte Tipp ist auch derjenige, der unter den Blumenexperten am meisten diskutiert wird. Verlängert es die Lebensdauer von Tulpen, wenn man unmittelbar unterhalb der Blüte den Stiel mit einer Nadel leicht ansticht? Einige befürworten diesen Tipp und begründen die Wirksamkeit damit, dass hierdurch das Wachstum der Tulpen verhindert werde, was zu einer längeren Haltbarkeit führen soll. Kritische Stimmen mahnen an, dass auf diese Weise Bakterien in den Stiel der Tulpe eindringen können, was zu einem schnelleren Faulen und Verwelken der Blumen führe. Dieser Tipp lässt sich also nicht eindeutig als Irrtum aufdecken!

Hol' Dir den Frühling nach Hause!