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Aus dem Winterschlaf erwacht
  

Some descriptionBotanisch gesehen ist sie nur ein Strauch. Wer aber vor der Kamelie im Pillnitzer Schlosspark steht, mag das kaum glauben: Mit ihren elf Metern Durchmesser und einer Höhe von 8,90 Metern hat sie eher die Ausmaße eines riesigen Baumes. Ein Besuch lohnt sich vor allem zwischen Februar und April, denn dann öffnet sie zehntausende karminrote Blüten.
       

Some descriptionLegenden gibt es überall, auch im Schlosspark von Pillnitz. Dort lautet die Legende so: Ende der 1770-er Jahre brachte der schwedische Botaniker Karl Peter Thunberg vier Kamelienpflanzen von einer Japanreise mit nach Europa, genauer gesagt nach London. Während ein Exemplar in den „Royal Botanic Gardens“ blieb, wurden die anderen drei an die königlichen Gärten von Schönbrunn bei Wien, Hannover-Herrenhausen und Pillnitz bei Dresden verschenkt. Keine der japanischen Kamelien überlebte – mit Ausnahme des Pillnitzer Ablegers, der sich mit den Jahren zu einem ebenso imposanten wie faszinierenden Gewächs entwickelte.

 

So weit, so gut. Aber wie das mit Legenden so ist: Den Tatsachen entsprechen sie eher selten. Wahrscheinlich auch nicht im Fall der Pillnitzer Kamelie. Denn Herkunft und genaues Alter der Pflanze sind bislang weder durch historische Dokumente noch anhand von Gen-Untersuchungen zweifelsfrei ermittelt worden. Was immerhin zweifellos feststeht: Sie wurde 1801 durch den Gärtner Carl Adolph Terscheck genau an die Stelle des Parks gepflanzt, an der sie noch heute zu bestaunen ist. Seitdem hat sie einiges erlebt: Krieg und Frieden, Könige und Touristen, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
 

Gut geschützt

Zum Glück hatte die Kamelie von Anfang an Gärtner um sich herum, die sich um ihr Wohl kümmerten. Kamelien mögen nämlich keinen Frost und können leicht erfrieren. Im Winter wurde sie also stets abgedeckt – anfangs noch mit Stroh und Bastmatten, später mit Holzhäusern, die auf komplizierte Weise errichtet und beheizt werden mussten. Allen Bemühungen zum Trotz hätte die Kamelie den 3. Januar 1905 fast nicht überlebt, allerdings nicht wegen der Kälte – sie wäre fast verbrannt. Eine Überhitzung des Schutzhauses hatte zu einem Feuer geführt, das die Feuerwehr von Pillnitz versuchte zu bekämpfen. Das Wasser, das zum Einsatz kam, löschte dabei nicht nur das Feuer. Bei einer Außentemperatur von minus 20 Grad Celsius gefror es teilweise und bildete einen Eispanzer um die Kamelie, der sie vor dem Feuer schützte und so am Leben erhielt. Die Feuerwehr bekam für ihre Bemühungen vom Königshaus eine schriftliche Belobigung und 50 Mark – und die Kamelie trieb schon im folgenden Frühjahr wieder aus.
 

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Im Glashaus

1992 war es dann vorbei mit den beschwerlichen Auf- und Abbauten und der Brandgefahr. Die Pillnitzer Kamelie bekam ein neues, erstmals fahrbares Schutzhaus, in dem Temperatur, Belüftung, Luftfeuchte und Beschattung durch einen Klimacomputer geregelt werden. Das Glashaus ist 13,20 Meter hoch und wiegt ganze 54 Tonnen. Mitte Oktober wird es über die Kamelie geschoben und bleibt dort bis Mitte Mai. Zu Beginn der warmen Jahreszeit werden die beiden großen Flügeltore geöffnet und das Haus wird auf seinen Schienen wieder neben die Kamelie gerollt, sodass die Pflanze frei im Park steht.
 

Karminrotes Spektakel

Zu dieser Zeit ist das größte Spektakel allerdings schon vorbei. Ihre zehntausend glockenförmigen und karminroten Blüten schmücken die Kamelie von Mitte Februar an. Besucher können sie dann auf den zwei Etagengängen entlang des Glashauses von allen Seiten ausgiebig besichtigen. Von Tag zu Tag springen immer mehr der prall gefüllten Knospen auf, bis die Blütezeit im April wieder vorbei ist.
 

Auf einen Blick

Schloss & Park Pillnitz Dresden

August-Böckstiegel-Straße 2

01326 Dresden

Das Kamelienhaus hat während der Blütezeit Mitte Februar bis Mitte April täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Der Schlosspark ist ganzjährig ab 6 Uhr bis zur Dunkelheit geöffnet.

Weitere Informationen unter:

www.schlosspillnitz.de
 

Kasten

Der Besuch von Schloss Pillnitz lohnt sich nicht nur wegen der Kamelie.Das unterhalb der Weinberge und unmittelbar an der Elbe gelegene Schloss gehört zu den Höhepunkten sächsischer Schlossbaukunst. Es war einst Lustschloss und Sommerresidenz des sächsischen Königshauses und wurde im Auftrag von August dem Starken gebaut. Nicht nur zu seinen Lebzeiten war es Schauplatz vieler Hochzeiten und Feste. Seit dem 20. Jahrhundert sind in das Palais Museen eingezogen und der Schlosspark ist eine Erholungsoase für Dresdner und Touristen aus aller Welt.

 


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