Ranunkeln

Blüte Ranunkel

Wenn der Frühling seine volle Pracht entfaltet, strahlen die farbenfrohen Ranunkeln um die Wette! Ab Ende April beginnen die Zwiebelblüher, mit ihrer Vielfalt fröhliche Farbtupfer auf dem Balkon oder im Garten zu setzen. Wer die Wartezeit bis zur Blütenbildung der eingepflanzten Ranunkeln verkürzen möchte, kann im April schon den Wohnzimmertisch mit den zarten und dennoch prächtigen Schnittblumen schmücken.

Die Herkunft

Mehr als 500 Jahre ist es her, dass die Ranunkel (Ranunkulus asiaticus) aus dem Orient und Zentralasien zu uns nach Europa gelangte. Inzwischen zählt sie bei Liebhabern besonders im erwachenden Frühling zu den begehrtesten Schnitt- und Gartenblumen. Das Hahnenfußgewächs ist als Knollenpflanze mehrjährig und relativ genügsam, was Pflege und Standort betrifft. Wenn Ihr ein paar wenige Regeln beachtet, werdet Ihr lange sehr viel Freude mit diesen farbenfrohen Blumen haben.

Schönheiten in vielen Farben

Prachtvoll wie die Begonie, zart wie die Pfingstrose – und zudem ist die Ranunkel in vielen leuchtenden Farben erhältlich: von Weiß, Zartrosa und Gelb über Orange und Rot bis zur Mehrfarbigkeit reicht die Palette. Besonders dekorativ wirken die großblütigen, gefüllten Sorten. Charakteristisch für die Ranunkel sind die eng aneinandergeschmiegten grazilen Blütenblätter, die sich in Form eines Bechers zur Mitte hin immer weiter verdichten. Der Name der ursprünglichen Sumpfpflanze ist übrigens abgeleitet vom Lateinischen „ranunculus“, was so viel heißt wie „kleiner Frosch“.

Fröhlich-bunter Tischschmuck …

Schon lange bevor die ersten Ranunkeln im Mai und Juni in Gärten und auf Balkonen in voller Blüte stehen, könnt Ihr ihre herrlich leuchtenden Farben nach Hause holen: Als Schnittblumen für die Vase hat Euer Florist in der Regel ab Februar erste Exemplare im Angebot. In manchen Fachgeschäften sind sie bereits seit Januar im Schaufenster zu sehen. 

Beim Kauf der Ranunkeln solltet Ihr darauf achten, dass die inneren Blütenblätter noch geschlossen sind. „Wenn die Schnittblumen alle zwei Tage frisch angeschnitten werden und nicht zu tief im stets frischen Wasser stehen, halten die Ranunkeln gut zehn bis 14 Tage“, verrät Fleurop-Partnerflorist Christian Smedla vom Blumenhaus Smedla. Zusätzlich empfiehlt er Frischhaltemittel und bei Gestecken einen Draht zur Stütze der recht dünnen Stiele. Christian Smedla und seine Mitarbeiterinnen verwenden die Ranunkeln besonders gern in Brautsträußen und im Frühling als Tischgestecke: „Der große Vorteil dieser Blume ist, dass sie sowohl zu rustikalen als auch zu sehr edlen Dekorationen großartig passt“, so der Experte.

… und graziler Gartenflor

Ab dem Frühsommer kommen die Ranunkeln besonders schön im Garten zur Geltung – vor allem, wenn sie gruppenweise in mehreren Farben erstrahlen. Gepflanzt werden sollten die Zwiebeln an einer Stelle im Halbschatten, am besten bereits im März. Aber auch Anfang April können Sie noch den Versuch wagen. Vor dem Eingraben sollten Sie die Knollen ein paar Stunden in kaltes Wasser legen. Dann setzen Sie sie mit der Spitze nach unten zeigend etwa fünf Zentimeter tief in den vorbereiteten, humusreichen und durchlässigen Boden. Lassen Sie beim Einpflanzen einen Abstand von jeweils rund 20 Zentimetern. Vor letzten Frostnächten sowie direkter Sonneneinstrahlung in der Mittagszeit sollten Ranunkeln unbedingt geschützt werden. Verteilen Sie deshalb gegebenenfalls etwas Reisig, Torf, Lehm oder Grus (kleine Holzstückchen) auf dem Boden. 

Sobald die ersten Blättchen sprießen, benötigen Ranunkeln reichlich Wasser und etwas Dünger. Während der Blütezeit brauchen sie – je nach Standort – mäßig bis viel Wasser. Achten Sie darauf, dass die Erde immer feucht ist, sich aber keine Staunässe bildet. Sicherheitshalber können Sie beim Einpflanzen etwas Kies oder Sand in die Erde geben, damit das Wasser abfließen kann. Die Ranunkeln erreichen eine Höhe von maximal 40 Zentimetern, somit lassen sich auch wunderbar Balkone und Terrassen mit ihnen verschönern. Vorsicht ist geboten bei ersten Anzeichen von Schneckenfraß, Blattläusen und echtem Mehltau, da Ranunkeln dafür anfällig sind.