Zitruspflanzen 

Zweig mit Orangen.

Wer sich an kalten Wintertagen nach südlicheren Gefilden sehnt, kann sich in seiner Wohnung eine mediterrane Oase aus Zitruspflanzen schaffen – im gut sortierten Fachhandel findet man eine schöne Auswahl. Mit ihren immergrünen Blättern und den weißen, herrlich duftenden Blüten sind die kleinen Bäumchen auch dann eine Zierde, wenn sie mal keine Früchte tragen.

Herkunft

Ursprünglich stammen Zitruspflanzen aus den tropischen und subtropischen Regionen Südostasiens, wo sie aufgrund ihrer essbaren Früchte schon vor mehr als 4.000 Jahren kultiviert wurden. Heute wachsen sie in der Natur überall dort, wo es lange warme Sommer gibt – beispielsweise rund um das Mittelmeer. Im Lauf der Jahrhunderte sind innerhalb der Gattung Citrus unzählige Kreuzungen entstanden. Die bekanntesten Vertreter sind Kumquats, Limetten, Mandarinen (inklusive Clementinen), Orangen, Pampelmusen (inklusive Grapefruits und Pomelos) und Zitronen.

Licht liebende Exoten

Kleine Zitrusbäumchen waren schon im 17. Jahrhundert als Zierpflanzen in den Orangerien des europäischen Hochadels sehr beliebt und haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Sie sind beim Floristen oder in Gartenfachmärkten in Größen zwischen 50 und 250 Zentimetern erhältlich. Obwohl es in Deutschland nicht so warm und sonnig wie in Italien oder Spanien ist, gedeihen Zitruspflanzen auch bei uns. Im Sommer fühlen sie sich auf der Terrasse oder dem Balkon wohl, im Winter müssen sie ins Haus geholt werden. Sie benötigen dann in erster Linie einen hellen Standort – zum Beispiel an einem nach Süden ausgerichteten großen Fenster. Wichtig ist zudem, dass der Raum, in dem die Pflanzen stehen, nur mäßig beheizt wird. Ideale Bedingungen bietet ein sonniger Wintergarten, in dem die Temperatur durchschnittlich 15 Grad Celsius beträgt. Wenn Zitrusgewächse ihre Blätter verlieren, genügt das einfallende Tageslicht in Ihrer Wohnung nicht. In diesem Fall können Sie eine spezielle Pflanzenlampe installieren.

Wasser ja, aber nicht zu viel

Am wohlsten fühlen sich Zitruspflanzen in einem großen Topf mit kalkarmer, humusreicher und gut durchlässiger Erde. Sie müssen regelmäßig gegossen werden, vertragen aber keine Staunässe – vergilbende Blätter sind ein Zeichen dafür, dass die Pflanze zu nass steht. Zugluft tut den Bäumchen ebenfalls nicht gut. Dafür glänzen die grünen Blätter umso intensiver, wenn Ihr sie regelmäßig mit einem feuchten Lappen abwischt. Bei guter Pflege bilden Eure Zitruspflanzen viele leuchtende Blüten, die einen süßen Duft entfalten. Und mit etwas Glück könnt Ihr Euch über eine Handvoll Früchte freuen.

Hättet Ihr's gewusst?

Im Gegensatz zu Orangen reifen Zitronen weiter, nachdem sie gepflückt wurden.