Es ist Grünzeit
Eine wohlige Atmosphäre zum Entspannen, Abschalten und Kraft auftanken ensteht nicht nur durch Kerzenschein, gute Musik und einen knisternden Kamin, sondern auch durch Pflanzen, wie zum Beispiel in einem gemütlichen Wintergarten.
Denn wer wünscht sich das nicht: Eine grüne Oase, in der man der Hektik des Alltaglebens entfliehen kann. Klar, man muss schon ein besonderes Faible haben, wenn man große Pflanzen bevorzugt und sich sogar in der Wohnung Pflanzenbeete anlegen lässt. Aber der unglaublich belebenden Duft und das frische Grün schaffen in Ihrer Wohnung eine einzigartige Atmosphäre. Das schöne an großformatigen Pflanzen ist, dass sie wie ein natürlicher Schutzschild wirken. Einige dieser XXL-Gewächse, die übrigens auch eine Nummer kleiner zu haben sind, stellen wir Ihnen vor und geben Ihnen die entscheidenden Pflegetipps.
Cycas revoluta: Die Geschichte der Palm-Farngewächse reicht fast 200 Millionen Jahre, bis ins Erdmittelalter zurück. Cycas ist eine der ältesten Pflanzen unserer Erde. Ein heller bis halbschattiger, luftiger Standort fördert das recht langsame Wachstum. Nur alle ein bis drei Jahre bildet sich ein neuer Kranz aus Wedeln. Diese sind mit einer Wachsschicht überzogen, die den Palmenfarn vor zu starker Verdunstung schützt. Deshalb sollte man den Wedel nicht abwischen, sondern den Staub abduschen. Palmenfarn wird nur dann gegossen, wenn die Erde weitgehend abgetrocknet ist. Sehr empfindlich reagiert die Pflanze auf Staunässe.
Asparagus setaceus: Die zarten, filigranen Wedel des Zierspargels wirken sehr verspielt und verträumt. Die Pflanze steht gerne hell, aber nicht in der prallen Sonne. Am günstigsten sind Temperaturen um 20 Grad Celsius. Asparagus wird mäßig gegossen. Der Erdballen sollte zwischendurch immer wieder abtrocknen.
Musa: Die großen, grünen Blätter der Bananenpflanze entrollen sich in Zeitlupe wie eine ruhige Yogaübung. Das eindrucksvolle, üppige Blattwerk vermittelt Tropenatmosphäre. Auch wenn Bananenpflanzen gern in voller Sonne stehen, muss man sie nach der Überwinterung unbedingt erst wieder langsam an die Sonne gewöhnen. Trotz des hohen Wasserbedarfs, der stark abhängig von der Anzahl der Blätter ist, mögen sie keine Staunässe.
Wer nicht den notwendigen Platz für diese XXL-Pflanzen hat, kann auch mit kleinen Zimmerpflanzen eine ganz besondere Stimmung zaubern. Denn die kleine Pflanzen strahlen Gelassenheit aus. Sie bringen – im Gegensatz zur Geschäftigkeit und Hektik draußen – Ruhe und Entspannung in die Wohnung. Aufgrund ihrer Größe sind die Pflanzen nicht übermächtig, aber dennoch füllt ihre positive Energie die Räume. Das Bubiköpfchen bezaubert mit kleinen Blättchen, Rhipsalis pendelt sanft und die geflochtenen Blätter der Sansevieria wirken schöner als jede Skulptur. Sie alle sind Unikate der Natur. Kombiniert mit einem außergewöhnlichen Übertopf erobern sie charmant die Räume.
Sansevieria „Twister“: Die Blätter dieser neuen Sansevierienart wurden kunstvoll geflochten und erinnern an historische Skulpturen in fernöstlichen Tempeln. Sansevierien sind bekannt dafür, dass sie die Ausdauer eines professionellen Yogi besitzen: Sie tolerieren trockene Raumluft und vertragen direkte Sonne ebenso gut wie unregelmäßiges Gießen.
Rhipsalis cassutha: Rhipsalis gehört zu den Kakteen ohne Dornen. Sie trägt zylindrische, bizarr herabhängende und sich stark verästelnde Zweige, die zwei bis sechs Millimeter stark sind. Die grasgrüne, filigrane Ampelpflanze mag Standorte in luftiger Höhe. Rhipsalis cassutha ist außerdem pflegeleicht. Gegossen werden sollte zweimal im Monat. Unbändiger Wildwuchs kann mit der Schere gebändigt werden.
Soleirolia soleirolii: Mit seinen gelbgrünen, herznierenförmigen, wechselständigen Blättchen, die dicht an dicht an weißlichen, zarten Trieben sitzen, ist das Bubiköpfchen ein charmanter Augenschmeichler. Es steht am liebsten im Halbschatten und sollte mäßig feucht gehalten werden. Es empfiehlt sich dringend, die Pflanze von unten zu gießen und bei einem warmen Standort, immer etwas Wasser im Untersatz zu belassen.
Bild 1: Musa (Bananenpflanze)
Bild 2: Asparagus setaceus (Zierspargel)
Bild 3: Sansevieria "Twister"
Bild 4: Soleirolia soleirolii (Bubiköpfchen)